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  • christiananders86

100 Jahre Sport in Gnoien (Chronik Teil I)

Aktualisiert: 4. Feb.

Das kommende Jahr wird für den Gnoiener Sport ein freudiges und ereignisreiches werden. Unser Sportverein kann dann stolz auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken.

In all den Jahren spielte der Sport eine gewichtige Rolle im Leben der Stadt und selbst in schwierigen Zeiten waren Gnoiener Bürger bereit sich für den Sport zu engagieren, in verschiedenen Sparten Körper und Geist in Form zu bringen und sich in Wettkämpfen und Turnieren mit Gleichgesinnten zu messen und für ein kameradschaftliches Miteinander einzutreten. So spielte der Sport immer eine bedeutende Rolle im Stadtleben. Mit einer Vielzahl von herausragenden sportlichen Leistungen konnte der GSV24 sich im Land M/V ein breites Renommee erarbeiten.  

Das möchte der Gnoiener Sportverein von 1924 e.V. mit einer Vielzahl von Veranstaltungen im nächsten Jahr unter Beweis stellen!

Im Vorfeld der Jubiläumsfeierlichkeiten möchten wir die spannende Geschichte des Sports in Gnoien in mehreren Folgen erzählen.


1.      Teil                   Von den Anfängen des Sports in Gnoien

Die Ideen der Körperertüchtigung entstanden aus der Freiheitsbewegung nach dem Ende des Napoleonischen Kriegs 1815  in den deutschen Burschenschaften der Studenten. Diese Ideale nahm der sogenannte „Turnvater“  Jahn auf und begann in der Berliner Hasenheide Menschen dafür zu begeistern und Turnfeste abzuhalten. Im gewissen Sinne brachte er damit die Anfänge nicht nur für Deutschland sondern in der ganzen Welt ins Rollen.      

Auch in der Gnoiener Arbeiterschaft kamen diese Ideen bald spürbar an. Wie aus einem Artikel des „Gnoiener Bürger- und Hausfreundes“ ( dem Gnoiener Tageblatt, editiert und verlegt in Gnoien von der Fa.Leonhardt) ersichtlich, kommt es 1862 zur Gründung des            ‚,Gnoiener Männer Turnvereins“ und einen Turnplatz hatte man auch schon hergerichtet.

Der befand sich im Bereich des Wasserturms.



Wenige Wochen später trifft man sich schon bei den Turnern des Nachbarortes Dargun und

feiert ein gemeinsames Turnfest. Den heutigen Begriff Sport gab es damals noch nicht, der kam erst mit der Jahrhundertwende auf. Man sprach vom Turnen, (Laufen,Springen,Werfen,Heben,Balancieren,Ringen und Dergleichen, und das fand im Freien unter dem Wahlspruch „Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei es lebe die deutsche Turnerei“, statt.

Außerdem entstanden bald Kegelbahnen mit angeschlossenen Schankwirtschaften. Die Tradition des Kegeln wurde bis in die jüngste Vergangenheit fortgeführt und kam erst mit dem Schließen des Ballhauses ehem. Waterstrat zum Leidwesen unserer Kegelfreunde zum Erliegen. Eine wunderschöne Vereinsfahne aus dieser Zeit ist erhalten. Wer sie bewundern möchte, sie ist in der Heimatstube in guter Obhut! Die Fahne wurde 1892 zum 30.Jubiläum des Vereins geweiht.



 Seit 1888 gibt es einen Radfahrerverein in Gnoien, der Bürger-und Hausfreund berichtete regelmäßig über Aus-und Rundfahrten mit anschließenden Feiern im Ballhaus!

 

Um die Jahrhundertwende erlebte dann auch der Fußballsport in Mecklenburg einen enormen Aufschwung. Wie in vielen Städten wurde mit der Gründung des 1.Fußballklubs von 1910 die Aera des Fußballsports in unserer Stadt begründet. Es gab noch keine Meisterschaften auf Landeseben und so gab es Städtevergleiche aus der umliegenden Region. Gespielt wurde auf den Wiesen an der Teterower Chaussee und später auf der Wiese bei den Mühlen. Die Gegner hießen u.a. „Obotritia“ Teterow, FC Corso Laage oder Tessin.

 

Ottmar Schug

Gnoiener SV v.1924

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